Prävention

Zu den Zielen eines Portals zum Thema Sexueller Missbrauch gehört auch, zukünftige Taten zu verhindern oder zumindest zu erschweren. Sexueller Missbrauch findet täglich statt. In jeder gesellschaftlichen Schicht, in Familien, im Sport, in Jugendhilfeeinrichtungen oder Kinder- und Jugendfreizeiten. Oft sind es die Umstände selbst, die einen Missbrauch erst ermöglichen.

Nicht erst nach dem Bekanntwerden der vielen Missbrauchskomplexe der vergangenen Jahre, dem systematischen Missbrauch in den Kirchen oder der Zunahme der Verbreitung von Kinderpornografie ist eine gesellschaftliche Debatte entstanden, wie diesem entgegen gewirkt werden kann, sondern bereits davor. Jugendhilfeträger, Sportverbände oder Schulen haben früh angefangen, entsprechende Konzepte zu erstellen und umzusetzen. Leider zeigt die Realität auch, dass dieses nicht (immer) ausreicht. Täter*innen suchen sich neue Wege und passen sich den Gegebenheiten an. Prävention muss sich diesen Entwicklungen regelmäßig stellen und auch unkonventionell denken. Oft wäre hierfür der Blick von Betroffenen vorteilhaft, die aus ihren eigenen Erfahrungen gute Anmerkungen zu Schutzkonzepten machen können. Sehr gerne unterstützen wir Einrichtungen dabei,
die institutionellen Belange und die Interessen der Kinder und Jugendlichen in Einklang zu bringen und möchten auf unseren Kooperationspartner Max Ciolek und sein Projekt daruebersprechen.de aufmerksam machen. Max ist Gründer und Mitglied unserer Gruppe und Mitglied im Betroffenenrat des ‚Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindes­missbrauchs der Bundes­regierung‘.

www.dareuebersprechen.de

Gleichzeitig verweisen wir auf zwei Einrichtungen des Landes mit dem Schwerpunkt auf Prävention.

Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen

Handlungs-Strategien statt Hilflosigkeit: Wer auf rassistische Sprüche, sexuelle Übergriffe, Drohungen oder Schlägereien angemessen reagieren will, benötigt ein vielfältiges Verhaltensrepertoire. Zu den Voraussetzungen souveränen Handelns gehört es, Gewalt und ihre Motive zu erkennen und zum richtigen Zeitpunkt einzugreifen. In den Veranstaltungen der LJS geht es um wirkungsvolle Konzepte für den Umgang mit gewalttätigen Jugendlichen und um die Sensibilisierung für die Situation der Opfer. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Prävention von Gewalt unter Kindern und Jugendlichen, auch von sexualisierter Gewalt und des Problems Cyber-Mobbing.
www.jugendschutz-niedersachsen.de

Fachstelle Opferschutz

Die Fachstelle Opferschutz (FOS) im Landespräventionsrat Niedersachsen informiert rund um das Thema Opferschutzkonzeption der Niedersächsischen Landesregierung.
www.opferschutz-niedersachsen.de